Welche Erfahrungen nehmen wir mit?


Zurückblickend wissen wir, dass wir vor einem Jahr nichts wussten!

Als am 27. Jänner 2020 der 1. Covid - Fall in Deutschland und am 25. Februar der 1. Fall in Österreich registriert wurde, war die sich ausbreitende Pandemie und ihre nationalen und globalen Auswirkungen nicht im Ansatz abschätzbar. Es war eine Situation, die neu, unerwartet, verstörend und für viele bedrohlich war und noch immer ist.

Was wir an Erfahrungen mitgenommen haben ist, dass wir schnell umdenken, uns Tag für Tag neu orientieren, und viele als sicher angenommene Rahmenbedingungen neu bewerten mussten. Alternativen wurden gesucht, vermeintlich gefunden – und in vielen Fällen, nach kurzer Zeit, auch gleich wieder verworfen. Alternativen waren virtuell, einer der Faktoren, der sicherlich auch langfristig bestehen wird, aber wir lernten damit umzugehen, dass es nicht einen einzigen Lösungsansatz gab, sondern viele unterschiedliche und der beste Ratgeber in Wahrheit „Trial & Error“ war.

Menschen, Unternehmen und Gemeinschaften sind mit der Situation unterschiedlich umgegangen - persönlich, wirtschaftlich und emotional. Für Events bedeutete dies über Monate hinweg die Frage – weiterplanen, verschieben, stornieren – was unterschiedliche Konsequenzen mit sich zog, ein Szenario, dass wir selbst nach einem Jahr noch diskutieren.

Menschen sind es gewohnt sich zu verändern und anzupassen, aber die Kürze und Intensität dieser Zeit wird auch noch nach dieser Phase Auswirkungen auf die Gesellschaft und ihre Wertigkeiten haben und in diesem Sinne auch auf die Art wie Events und Reisen durchgeführt und bewertet werden.

Soziale Kontakte, Reisen zu können und zu dürfen, Grenzen überqueren zu können wird anders erlebt als es vorher war und dies wird sich auch in der Zeit „danach“ widerspiegeln. Es wird kein einfaches „zurück zum Vorher“ geben - außer wir haben nichts daraus gelernt – es wird vielmehr ein „bewussteres Zurück“ geben, in dem die Wertschätzung für die verlorenen Freiheiten wieder anders gesehen und beurteilt werden.

Wenn wir die zukünftige Entwicklung betrachten, so ist die positive Nachricht, dass es Impfstoffe gibt, die Negative ist, dass die Planung und Durchführung der Impfungen wohl nicht so reibungslos funktioniert, wie man es sich gedacht hatte.

Stand ist, dass in Deutschland, wie auch in Österreich derzeit ca. 3% der Bevölkerung (Mitte Februar) geimpft wurden und es bis Ende Sommer eine Impfung für alle, die wollen, zur Verfügung stehen soll. Forscher gehen davon aus, dass es für eine Herdenimmunität eine Impf-Rate von ca. 70-80% der Bevölkerung benötigt.

Was wir heute wissen und mitnehmen ist,…

  • …dass wir noch immer in unsicheren Zeiten leben (gesundheitlich, ökonomisch, emotional)
    aber mehr gelernt haben damit umzugehen.

  •  …dass es kein absehbares Datum X geben wird, an dem wir über den Berg sind, sondern es
    vielmehr eine längere Übergangsphase geben wird.

  • …dass es nicht eine einfache Lösung gibt, sondern verschiedene Ansätze, die manchmal auch
    einfach ausprobiert werden müssen.

  • … dass wir nach Alternativen Ausschau halten müssen, die sich den derzeitigen Rahmen-
    bedingungen anpassen und flexibel in der Umsetzung sind.

  • …dass wir noch nicht am Ziel sind, aber einen positiven Ausblick haben.